Die Geschichte der "Schönen Fernsicht"

Das Ausflugs- und Begegnungslokal „ZUR SCHÖNEN FERNSICHT“ in Grünendeich ist das einzige seiner Art, das nahezu unverändert bis in die heutige Zeit erhalten wurde. Ein Juwel.

 

Ende des neunzehnten Jahrhunderts wurden die Menschen mit zunehmender Technisierung mobiler. Die Städter zogen am Wochenende hinaus aufs Land – zum Sonntagsvergnügen. Mit Musik und Umtata ging es auf dampfbetriebene Barkassen, die das Volk an den Elbufern absetzten.

 

Auch das Alte Land war ein begehrtes Ziel. Doch bei aller Schönheit der Natur gab es einen Nachteil: Die Landschaft war flach und es gab keine Möglichkeit, die ganze Pracht aus einer erhöhten Position zu genießen.

 

In dieser Pionierzeit des Naherholungstourismus kam ein findiger Spross der Rieperschen Familie zu Grünendeich auf die Idee, ein Lokal mit Aussichtsplateau zu bauen. Er nannte es „Zur Schöne Fernsicht“ Damit war das heutige Baudenkmal geschaffen. Das Einzige, von rund dreißig bauähnlichen Häusern zwischen Cuxhaven und Hamburg, das heute noch verblieben ist. Bis auf den heutigen Tag dient es seinem ursprünglichen Zweck (z.Zt. allerdings ohne die Aussichtsplattform).

 

Anfang der zwanziger Jahre übernahm Heinrich Blohm das Ausflugslokal. Er war das, was man heute einen cleveren Manager nennt und entwickelte die „Zur Schöne Fernsicht“ zur Attraktion.

 

In den zwanziger und dreißiger Jahren erreichte die „Zur Schöne Fernsicht“ ihre vorläufige Blütezeit. Am Wochenende für die Gäste und während der Woche für die Altländer: Als Turnhalle, Ballsaal, Kino, Theater, Übungsstätte, Veranstaltungsraum für Familienfeiern und vieles mehr.

 

Nach den dunklen Jahren des Dritten Reiches erlebte das Haus mit einsetzendem Wirtschaftswunder ein glorreiches Comeback. Aus Nah und Fern tuckerten die Menschen in Goggos und Leukoplastbombern herbei, während die Barkassen im Fünfzehnminutentakt Besucher abluden.

 

 

Die „Zur Schönen Fernsicht„ ist seit ihrer Errichtung 1890 ein Magnet der Freizeitgestaltung, des reichen Vereinslebens im Alten Land und der gesellschaftlichten Anlässe und Familienfeiern.

 

Der TuS Grünendeich-Steinkirchen hat hier 2009 sein 125-jähriges Bestehen gefeiert. Die Vereinsgeschichte ist wie keine zweite eng mit der Fernsicht verknüpft, genauso wie die der Freiwilligen Feuerwehr oder der Schützen.

 

Chöre proben regelmäßig und Musikanten, die Quappenhuker Theatergruppe übt ihre plattdeutschen Stücke ein.

 

 

Keine Frage: Die Fernsicht ist ein Gastronomiebetrieb mit Dorfgemeinschaftsanlage, die sich über die Zeit aus sich selbst entwickelt hat, immer eng den Bedürfnissen der Grünendeicher und ihrer Nachbarn folgend, die sich hier zuhause fühlen.

 

 

Redaktionelle Hinweise:

Dieser Text wurde uns freundlicherweise von der Samtgemeinde Lühe zur Verfügung gestellt. Wir haben diesen Text redaktionell nicht verändert und bilden ihn als Information zur Geschichte der "Schönen Fernsicht" hier ab.

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